Meine Lieben,
Intelligenz ist nicht Wissen und Wissen ist nicht Intelligenz…
Dumm wenn einem die vermeintliche Intelligenz bei der bevorstehenden Prüfung allein nicht weiterhilft. Und dumm, wenn man zu der eher lernfaulen Sorte Mensch gehört.
Nicht schlecht natürlich, wenn man intelligent genug ist, das nötige Wissen möglichst schnell aufzunehmen.
Zitat Malte „Ich hab noch nicht wirklich mit Lernen angefangen.“
Gut wiederum, wenn man das Ganze mit einem gewissen Humor betrachtet.
Zitat Simone: „Ich brauch nur 50%. 50% ist ne 4, ne 4 ist gut, gut ist ne 2 und ne 2 ist fast schon ne 1…“
Ich werde das mit in meine Lieblingszitatsammlung aufnehmen- unmittelbar nach „Du hast ja jetzt auch eine ganz tolle Persönlichkeit mit der neuen Frisur.“
Lernen hat ja auch wiederum was mit der Hirntätigkeit zu tun. Und das Hirn muss ab und zu schlichtweg einfach mal sauerstofftechnisch belüftet werden.
Und so führte ich es letzten Samstag bei gutem Wetter ein wenig aus.
Miri war joggen.
Da ich mich für die Wintermonate ja bekanntlich beim Griechen eingenistet hatte (fitnessstudiotechnisch nur- natürlich) hatten meine Füße seit etwa 4 Monaten nur noch Laufbandboden berührt.
Und da Laufen im Studio ungefähr genauso öde ist, wie Laufen im Kreis auf dem Platz, bin ich dort über die 3 Kilometer auch meist nicht hinausgekommen. (Zu meiner Verteidigung muss ich natürlich sagen, dass ich meine Muskeln vorher 1 Std. an den Gerätschaften gequält hatte- ich warte noch immer auf die optischen Effekte…).
Frohen Mutes stöpselte ich also nun meinen MP3 Player ein, zog die Laufschühchen an und ließ den Schädel an die frische Luft.
Und Miri lief.
Miri lief, wie Lola rennt.
Oder wie Forrest Gump.- Einfach mal weiterlaufen…
War ich danach schlauer?
Zumindest bezüglich der Erkenntnis, dass man im untrainierten Zustand die 10 km- Marke nicht achtungslos überschreiten (oder überlaufen) sollte…
Mein Körper dankte es mir anschließend mit tagelangem Dauerschmerz.
Von 0 auf 100 eben… nen bisserl Schwund ist immer.
Und sonst?
Erläutern wir die Problematik anhand von Dr. Utes Controlling II:
Aufgabe: Definieren Sie zunächst das Durchfallrisiko. Erläutern Sie anschließend die zur Quantifizierung dieses Risikos existierende Kennziffer.
Antwort: Das Durchfallrisiko kommt nicht vom Substantiv „Durchfall“, sondern vom Verb „durchfallen“. Es stellt die Gefahr dar, eine zukünftige Prüfung nicht zu bestehen.
Die entsprechende Kennziffer hierfür lautet
I * L = C
I = Intelligenz
L = Lernbereitschaft
C = Chance des Bestehens
Wobei der Wert „Chance des Bestehens“ den Gegensatz zum Durchfallrisiko darstellt.
Ergo: Je größer der Wert „Chance des Bestehens“, desto geringer erweist sich das Durchfallrisiko.
Eine Maximierung beider Faktoren I und L, sowie eine damit einhergehende Maximierung des Wertes C, ist daher erstrebenswert.
Zu beachten ist die Möglichkeit der Kompensation. Ein starker Faktor I kann einen schwachen Faktor L ausgleichen und umgekehrt. Es besteht also eine Austauschbeziehung.
Eine Sonderform stellt die mündliche Prüfungssituation dar:
Hier kann das Ergebnis C zusätzlich beeinflusst werden durch den Faktor K (= Kürze des Rockes).
Die Formel wäre in diesem Fall wie folgt zu ergänzen:
I*L*K = C
Na bitte- geht doch!
Aufgabe: Erläutern Sie anhand von Beispielen die aktive Steuerung des Durchfallrisikos.
Antwort: Eine Steuerung des Durchfallrisikos kann erfolgen durch Minderung und Überwälzung (Abgabe von Risiken).
Minderung: Ich geh gleich mal shoppen (wegen K- Ihr wisst schon!)
Überwälzung: Und danach bau ich mir nen Spickzettel
Aber erst mal geht´ s jetzt zurück zu I und L.
Wobei ich glaube:
Controlling passt- gelle?
Im Gegensatz zu den Fächern Portfolio Management und Corporate Banking gibt es nämlich beim Fach Controlling auch noch Diversifikationsmöglichkeiten.
Beispiel: Dr. Ute Controlling II- Teil: 40,5 Punkte, Dr. Jörg Controlling I-Teil: 10 Punkte = 50,5 Punkte = ne 4, und ne 4 ist gut und gut ist…
In diesem Sinne!
Drückt mir die Daumen und ich drück Euch!
Achso:
Auf der Suche nach intellektueller Unterhaltung fiel die Wahl übrigens gestern auf „Magnolia“. Schon Tage zuvor hatte ich die Vorschau gesehen und sie begeisterte mich sehr.
Schon in den ersten Minuten wurde mir klar: Das ist Kunst.
Nach einer Stunde überlegte ich: Muss Kunst immer gefallen?
Um 21.40 Uhr bereitete ich mich auf einen Programmwechsel zu Herrn Plasberg vor.
Dann rief Daniela an.
Um 23.25 trennten wir uns.
Ich beschloss, mich wieder der Kunst zu widmen.
Es regnete Frösche.
Der große Showdown ließ geistige Tiefe erkennen.
Vielleicht ist es genau nach 21.40 Uhr tatsächlich noch total toll geworden…?
Ich werde es wohl vorläufig nicht mehr erfahren…