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Angst ist nur ein Gefühl!

Gatte: Na? Hattest du einen geistigen Erguss?

Miri: Ja, ich habe mich geistig ergossen. Ich hab mich sogar so geistig ergossen, dass dem Ganzen irgendwie der Witz fehlt.

Gatte: Nee, das geht aber nicht! Du musst doch auch an deine Zielgruppe denken…  

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Daniela „Es ist unglaublich, dass du schon nach drei Tagen alleine galoppieren kannst…“

Abdul: „Ja, Naturtalent.“

Daniela: „Ja, das liegt daran, dass du keine Angst hast…“

Angst? Angst ist nur ein Gefühl…

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Angst ist ein menschliches Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Begrifflich wird dabei die objektunbestimmte Angst von der objektbezogenen Furcht unterschieden. Weiterhin lässt sich die aktuelle Emotion Angst unterscheiden von der Persönlichkeitseigenschaft Ängstlichkeit, also häufiger und intensiver Angst zu fühlen als andere Menschen.

Evolutionsgeschichtlich hat die Angst eine wichtige Funktion als ein die Sinne schärfender Schutzmechanismus, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten (etwa Flucht) einleitet. Da die Kosten einer Flucht gering sind (wenige hundert kcal), die Kosten einer übersehenen Bedrohung aber sehr hoch sein können (Tod), ist die „Alarmanlage“ Angst sehr empfindlich eingestellt, was in vielen Fehlalarmen resultiert. (Wikipedia, 29.11.2009)

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„…das liegt daran, dass du keine Angst hast…“

Ist das so?

Miri die Furchtlose?

Miri die Mutige?

Und ist der Mutige auch gleichzeitig furchtlos?

Mutig, das Gegenteil von Angst?

In der Tat war ich immer ein sehr ängstliches Kind.

Ein ängstlich erzogenes kleines Mädel. „Pass auf, du könntest fallen!“ „Sei vorsichtig, sonst tust du dir weh!“ „Geh nicht so nah daran, da geht´ s steil runter!“ …

Da schafft es auch der ehrgeizige Papa nicht mehr, das verweichlichte Mädel im Schwimmbad auf den Dreimeterturm zu locken mit der Perspektive auf ein leckeres Eis am Stiehl als angemessene Entlohnung für den vermeintlichen Todessprung.

Was die Mami einmal erziehungstechnisch versaut hat, das kann auch der Papa mit dem Eis am Stiehl nicht mehr korrigieren.

Falsches Anreizsystem? Oder einfach komplett falscher Therapieansatz?

Und so dümpelte ich weiter ängstlich vor mir hin. Keine Sprünge vom Dreimeterturm, keine Looping- Achterbahnen im Freizeitpark, panisches Wegrennen vor Bienen und Wespen und keine Panoramablicke im Bergurlaub. Ein langweiliges Dasein. Ein Leben in selbstgesteckten Grenzen.

Aber mal ehrlich: „Da die Kosten einer Flucht gering sind (wenige hundert kcal), die Kosten einer übersehenen Bedrohung aber sehr hoch sein können (Tod), ist die „Alarmanlage“ Angst sehr empfindlich eingestellt,…“

Droht der Tod beim Sprung vom Dreimeterturm?

Droht der Tod in der Looping- Achterbahn?

Droht der Tod durch den Wespenstich?

Droht der Tod durch das Klettern zum Gipfelkreuz? (Na ja o.k- vermutlich eine Frage des Berges…)

Und selbst wenn der Tod droht- droht der nicht auch beim Überqueren einer Straße?

Kann mich nicht auch der Blitz beim Sch… treffen?

Also wie groß ist eigentlich die mögliche Gefahr?

Was wäre der Worst Case und wie groß ist dessen Eintrittswahrscheinlichkeit?

 (Ohhhh- Fragen über Fragen- da kommt mir gerad ein Dejavu… alles fügt sich langsam zusammen in ein großes Ganzes. Alles im Leben macht irgendwann einmal einen Sinn… auch das Lernen von mü-sigma- Getöse!  -Für alle die jetzt nicht durchblicken: Ihr könnt´ s ja mal googeln…)

Haben wir also die mögliche Gefahr analysiert, ist es an der Zeit eine Entscheidung zu treffen. Bleiben wir beim Dreimeterturmszenario: Was wäre hier der Worst Case? Der Tod? Tod durch Herzstillstand? Tod durch Aufklatschen? Tod durch Ertrinken? Und wie wahrscheinlich wäre nun das Eintreffen dieses schlimmsten anzunehmenden Ausgangs des gewagten Sprungs? Mal kurz nachdenken…

Tod durch Herzstillstand? Ein möglicher Herzfehler war mir nicht bekannt. Und wenn nun doch: gibt es einen schöneren Tod als im freien Flug einfach das Bewusstsein zu verlieren? Einfach zack und weg. Ist doch toll- na ja- vielleicht ein bisserl früh, aber wie gesagt, ich könnte ja auch morgen von einem herab fallenden Blumentopf erschlagen werden…

Tod durch Aufklatschen? Noch nie gehört.

Tod durch Ertrinken? Nein. Im Gegenteil: genug gut aussehende Rettungsschwimmer in Sicht.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. „Angst ist nur ein Gefühl, Angst ist nur ein Gefühl, Angst ist nur ein Gefühl“ pochte es in meinen Schläfen… Furchtlos setzte ich an zum Sprung in die Tiefe. Sekunden des Schwebens, ein Augenblick totaler Freiheit, Schwärme voller Glückshormone durchströmten mein Gehirn. Adrenalin- ich bin dein Junkie!  Sorry, Papa, aber da kann ein Eis am Stiehl nicht mithalten.

Schon mal auf ner 12 m hohen Dachfirst gesessen und ins Ruhrtal geschaut?

Schon mal „Black Mamba“ in der ersten Reihe mit offenen Augen gefahren?

Schon mal von ner Wespe gestochen worden? (na ja gut, passt jetzt nicht so ganz hier hinein- tut aber tatsächlich gar nicht weh…)

Schon mal mit 50 Sachen auf nem Berberhengst am Strand entlang galoppiert?

Und alles davon war es genau in dem Moment wert (wir lassen den Wespenstich mal gerad außen vor…). Das alles war es genau in dem Moment wert, die eventuellen Kosten einer übersehenen Bedrohung in Kauf zu nehmen.

Kein Mut, keine Sorglosigkeit, sondern einfach nur das Auskosten eines einzigartigen Augenblicks. Eines Augenblicks, der das Leben doch eigentlich erst lebenswert macht.

Miri die Furchtlose? Nein ganz bestimmt nicht! Aber wer immer nur in Angst lebt, der ist doch eigentlich schon tot- oder? Und zum tot sein bin ich einfach noch zu jung!

Also: einfach mal ausprobieren! (oder vorher das Risiko quantifizieren und die Eintrittswahrscheinlichkeiten berechnen…)

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…und das nächste Mal springe ich vom Zehner…vielleicht.

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Miri und der Sinn des Lebens Part II

… Miri- Wege zur Zufriedenheit. Es geht weiter.

 

Zunächst einmal: der Gatte raucht wieder. Eigentlich raucht er nicht „wieder“ sondern jetzt erst überhaupt.

Bis vor  2 Jahren niemals eine Zigarette angerührt, raucht er jetzt eine halbe Schachtel pro Tag. Im Keller. Und in der Gartenhütte.

Bezogen auf Ollis und meiner These („Wenn man geistig Stress hat, ist das auch für den Körper ungesund…usw.) muss ich sagen: „Geistiger Stress“?

 

Ich hab ihn verschlissen.

 

Seit ich mich emanzipiere auf dem Weg zur Zufriedenheit, hat der Gatte gelernt, sich sein Bier selbst aus dem Keller zu holen (und mir auf Zuruf auch eins mitzubringen), meine Blusen nicht mehr in den Trockner zu werfen, den Staubsauger nach der Wohnungssäuberung zurück in den Keller zu stellen, das Bad zu putzen und Nahrung zuzubereiten (Ok. Wir haben jetzt auch wieder „Fix“ im Schrank…). Außerdem lässt er mich alleine urlauben, ohne mir meinen restlichen Schrankinhalt hinterher zu werfen und die Schlösser auszutauschen.

Dafür habe ich letztens seinen 200 EUR Lieblingswollpulli kaputt gewaschen.

 

Rollentausch?

 

Männer, schluckt einmal und atmet tief durch. Ihr könnt nachvollziehen, was das für einen Mann bedeutet (Nein, nicht den Pulli mein ich, sondern den Rest).

 

Der Gatte fühlt sich entmannt. Und Mädels, hatten wir das Thema nicht kürzlich? Wer will schon einen Mann mit Kochschürze?

 

Beruhigt stelle ich aber fest: der Gatte trägt keine Schürze.

Außerdem hat er dank Kurzarbeitszeiten voller Männlichkeit vorletzte Woche den Wäschekeller verputzt, letzte Woche gefliest und diese Woche Trockner und Waschmaschine neu angeschlossen, sowie eine Kellertür gebaut, beschlagen und lackiert. Nächste Woche wird er streichen. (Das muss man alles auch mal erwähnen…)

 

Ein Traum? Ja. Ich kann´ s kaum glauben…

… und er kaum ertragen.

 

Ihr erinnert Euch? Rauchen? Geistiger Stress?

 

Erst mal loben. Das soll pädagogisch sinnvoll sein, habe ich irgendwann mal gelernt.

Und spitzfindige Kommentare nicht zu ernst nehmen.

Er hat´ s grad nicht leicht.

 

„…mit dem Leben fertig werden…“ sag ich da nur.

Das gaaaanze Leben ist ein… Quiz? Nein eher ein Kampf. Oder doch ein Quiz? Sind Quiz und Kampf nicht auch irgendwie artverwandt?

 

Masterfrage: Wo bitte geht´ s zur Zufriedenheit?

 

Am besten für alle, aber erst mal für den einzelnen. Denn wer mit sich selbst zufrieden ist, kann auch den Rest besser ertragen.

Einige Themen zur geistigen Zufriedenheit hatten wir ja letzte Woche bereits.

 

Nun kommen wir zur körperlichen Zufriedenheit.

 

In der Blüte des Lebens angelangt, beginnt der Körper nachweislich bereits ab dem 25. Lebensjahr wieder langsam abzubauen.

Dumm, wenn man aus Zeitgründen dann auch noch genau zu diesem Zeitpunkt das Fitnesstraining vernachlässigt.

Bedauerlicher Weise muss ich wohl sagen, dass ich meinen körperlichen Bestzustand, den ich noch mit etwa 23, 24 Jahren hatte, danach nie wieder erreicht habe.

 

Aber jetzt: Miri im Fitnessstudio.

 

Ich beginne von vorne:

 

Die Suche:

 

Ich war bereit.

Ich wusste, was ich wollte.

Und ich wusste, was ich brauchte.

 

Und so begab ich mich auf die Suche nach einem, der mir geben konnten, was ich brauchte.

 

(Na Männer? Wenn eine Frau tatsächlich weiß was sie will und braucht, sind das doch schon mal gute Grundvoraussetzungen für eine dauerhaft Bindung- oder?)

 

Ich war Bindungsbereit. Für ein Fitness- Abo.

 

Nun bin ich sicherlich nicht einfach (hey, ich bin ne Frau!), aber bindungstechnisch echt unkompliziert.

Was ich wollte: gute Geräte, unaufdringlichen Mitmenschen, gute Erreichbarkeit, günstiger Preis. Nicht zu viel verlangt, will ich meinen.

 

Mein Ex- Arbeitsgeber schied aus.

 

Das Lifefit war in Pusemuckel, meine Ansprüche auf Sonderkonditionen verjährt und Frank hatte seinen Wunsch nach stetiger Expansion erfolgreich vorangetrieben.

 

„Wellness und Gesundheitssport“ hatte er sich auf die Brust geschrieben.

 

Wo früher noch der Polizist neben dem Lehrer neben der Arzthelferin neben dem Versicherungsfachmann trainierte, trifft man heute gutbetuchte Familien, Karriere- Singles  und Rentner.

Ja. Die konsumieren gut an der Theke- ich weiß das. Und zahlen gerne horrende Monatsbeiträge.

 

Sauna? Brauch ich nicht. Der Gatte baut dieses Jahr eine Außensauna. Mit Luxus- Blick ins Tal.

Kinderhort? Dazu muss ich jetzt nichts sagen.

Kurse? „1,2, Step“? Ohne mich!

 

War die Auswahl an Fitnessstudios im ruhrpottnahen Unna und Holzwickede noch vielfältig, so muss man Richtung Sauerland schon suchen.

 

„Weg aus der Mittelmäßigkeit“, sag ich da nur noch einmal. Und das gilt nicht nur für mich, sondern ganz offenkundig hier auch für die Studioauswahl.

 

Super- Wellness für 60 EUR oder Fabrikhallenflair für 14,90 EUR?

Wir schließen die Augen:

 

Langsam bewegen wir uns durch eine dezente Glastür mit stilvollem Satino- Schliff. Die gut aussehende junge Frau an der Theke lächelt uns freundlich entgegen. Sie wirft ihr Haar zurück. Ein durchtrainierter, wohl gebräunter Mann steht neben ihr und bewegt sich nun kraftvoll auf uns zu.

 

„Hallo, ich bin Thomas. Hatten wir den Termin zum Probetraining?“

„Bestimmt.“ lechzen wir.

„Na dann leg erst mal ab, ich zeig Dir alles und begleite dich zur Umkleide.“

„Schatzi, du kannst mir ALLES zeigen..“ geht uns durch den Kopf. „du kannst mich auch IN die Umkleide statt nur dorthin begleiten…“ (Männer, vielleicht stellt Ihr Euch an dieser Stelle lieber die nette Brünette von der Theke vor…)

 

Wir ziehen uns um.

 

Thomas erwartet uns an der Theke.

Zwei Mädels trinken coktailartige Wellness- Drinks. Ein älterer Herr liest intellektuelle Lektüre.

 

Lauter schöne Menschen.

Braun, durchtrainiert. Nicke, Puma und Co kommen mir entgegen. Kaum verschwitzt und gut- riechend.

 

Ich schwebe…

Meine Haare sind praktisch zusammengebunden. Parfum hatte ich nach der Arbeit nicht mehr nachgelegt. Zu einer –zugegeben- Marken- Sporthose trage ich ein einfaches Decathlon- wenig- EUR- Baumwollshirt. Mein Handtuch passte optisch nicht zum Outfit. Mein Shirt war farblich nicht abgestimmt mit meinen Schuhen.

Blick nach links: Blondi schüttelte ihr langes Haar aus dem geschminkten Gesicht und musterte mich kritisch.

 

Thomas lächelte.

Und dann zeigte er mir alles:

„Achte immer auf deinen Puls. Du darfst nicht zu sehr Gas geben…“

 

Weg aus der Mittelmäßigkeit?

Nein… Thomas konnte mich nicht befriedigen…

(Ich weiß nicht, wie´ s mit Euch ist?

Und Männer? Was ist mit der Brünetten? Blondi wäre bestimmt auch noch im Angebot. Die roch auch gut…Und ihr pinkfarbenes Oberteil passte zum pinkfarbenen Handtuch, welches hervorragend mit den zartrosa- abgesetzten Schuhen harmonierte.)

 

 

Weg aus der Mittelmäßigkeit? 14,90 EUR.

Billig? Da stehst´e doch drauf! Ich nicht wirklich- aber man muss ja mal offen sein für Neues.

 

Ich betrat die Fabrikhalle.

 

Ein Drehkreuz trennte mich von der Trainingsfläche.

An der Theke stand niemand. Es gab keine Zeitschriften, keine Fruchtcoktails.

 

Theodoris kam auf mich zu. Er war Grieche.

 

Ich sagte: „Probetraining?“

Er: „Kein Termin? Kein Problem! Kennst Du dich nen bisschen aus? „

Miri: „Jepp.“

Theo: „Kommst Du alleine klar?“

Miri: „Ich kann´ s auch alleine.“

Theo: „Hier Schlüssel für den Schrank, Umkleide ist hinten rechts.“

 

Keine Frau in Sicht. Doch eine. Im Decathlon- Shirt.

 

Ansonsten: wenig los. Einige wenige nicht deutsch sprechende Männer vergnügten sich im Freihandelbereich, schauten aber auch eher selten herüber zu mir.

 

Ein älterer Herr schwitze lächelnd auf dem Fahrrad. 

 

Musik? Eins Live.

 

Zuerst auf den Cross- Trainer. Erst mal warm machen. Entspannt arbeitete ich mich vor.

Sch… auf die Pulsanzeige.

Stufe 5, Stufe 6, Stufe 7… eine Schweißperle rann über meine Stirn.

50 Kcal. – Schon ein chocolate- covered Oreon- Keks verbrannt. (Wieviel davon hatte ich heut Mittag gegessen..? )

60 kcal, 65. Weiter geht´s. Aber: nicht alle Energie sofort verschwenden!

Nach 20 Minuten hatte ich den zwei Oreons, der Eiscreme und- keine Ahnung wem und was noch-  den Weg auf die Hüften verwehrt.

 

Weiter ging ´s an die Geräte. Die Frau beschäftigte sich weiter auf dem Cross- Trainer. Mit Buch.

 

Freie Auswahl. Ein Traum.

 

Ein paar Typen hatten sich von den Hantelmännern abgesetzt, störten mich aber wenig.

 

Zwei Stunden später lag ich glücklich und entspannt im Sitz meines Autos.

Ich hatte bekommen, was ich brauchte. Wonach ich suchte.

Ich war bereit für eine Bindung. Mit Theo dem Griechen.

 

Gute Geräte, unaufdringliche Mitmenschen, gute Erreichbarkeit, günstiger Preis… und noch dazu multikulturelle Horizonterweiterung.

Angekommen.

 

Ob ich zu meiner früheren Bestform jemals zurückkehren werde?

Man weiß es nicht.

Vermutlich müsste ich da täglich mehrer Stunden schwitzen. Aber ich bin ja nicht Madonna. Will ich auch gar nicht sein.

 

Ich werde Euch erfahrungstechnisch auf dem Laufenden halten.

 

In diesem Sinne:

Schönes Wochenende, meine Lieben!

 

Eure Miri

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Miri und der Sinn des Lebens

Einen Wunderschönen, meine lieben Mailgenossen,

 

leider etwas verspätet melde mich aus dem sonnigen Sauerland.

 

Nach einer miesen Woche brauchte ich dringend ein wenig körperliche und geistige Entspannung, um Euch eine heitere Mail liefern zu können.

 

Jörg Löhr hat´s mir besorgt… unter anderem…. (www.joerg-loehr.com)

 

aufgeheitert außerdem von meiner kollegialen Ersatzfamilie, guten Getränken und toller Musik, einem reichhaltigen morgentlichen Frühstück und vieeeeeel Kaffee (Miri im Koffeinrausch).

 

Jahresauftaktveranstaltung in der Halle Münsterland.

 

Und Ex-Kollegen: Jörg Löhr war tatsächlich ein Knaller.

Mit Grauen denke ich da noch an Herrn „Ich hab ein Buch geschrieben wer will es kaufen“ Schabi zurück.

 

“Love it, change it or quit it.” hatte er damals in den Raum geworfen.

 

Sollte ich Frau G. sagen, dass das damals der einzige erhellende Moment der ganzen Veranstaltung für mich war?

Ich hab dann beschlossen, es zu quitten.

Als ich ihr und Herrn Vorstand meine Kündigung in die Hand drückte, tönten Schabis  Worte noch in meinem Schädel nach.

 

Haben nach und mit mir nicht noch… 2, 4, 6 andere gekündigt? War wohl eher kontraproduktiv, das Motivationstraining von Herrn Schabi.… hm.

 

Jedenfalls stellte sich mir im Laufe der vergangen Woche wieder einmal die Frage:

„Macht das alles einen Sinn?“

Die Wiederholter würden singen: „Ich will sagen können: so soll es sein, so kann es bleiben; so hab ich es mir gewünscht…“

 

Und Mama B. hätte gesagt: „Sinn? Der Sinn des Lebens besteht darin, mit dem Leben fertig zu werden.“

 

„Mit etwas fertig werden“ klingt wie ein permanenter Kampf.

Ich fürchte, sie hatte recht…

 

Dazu kann ich allerdings nur sagen: „I hope I die, before I´m old…“ (oder wie war das???)

und: „Ich will sagen können: so soll es sein, so kann es bleiben; so hab ich es mir gewünscht…“

Mag mich dem Kampf nicht einfach kampflos hingeben.

 

Wünschen wir uns nicht alle einen Sinn?

Beschäftigen wir uns nicht in der Tat alle damit, das ganze Leben lang nach dem Sinn des Lebens zu suchen?

Und setzen wir den Sinn des Lebens nicht meistens gleich mit „Glücklichsein?“.

Und was ist Glück überhaupt?

 

 

 

Und wieder einmal WILLKOMMEN bei

„Miris philosophisches Viertelstündchen“

 

 

Glücklichsein.

Wann ist der Mensch glücklich?

Wenn ich jetzt mal so von kurzfristigen Höhepunkten vollkommenen Glücks absehe (die sind zwar toll, lassen sich jedoch leider nicht als Dauerzustand festhalten), ist man doch grundsätzlich glücklich, wenn man mit sich und der Welt zufrieden ist.

Nun gut, klammern wir die Welt mal kurz aus und tauschen sie gegen… das „eigene Leben“ aus.

 

Mit sich und seinem Leben ZUFRIEDEN sein…

 

Das ist es, wonach der Mensch strebt.

Aber wie erreicht man diesen höchst erstrebenswerten Zustand?

 

Nun zunächst einmal Schabis Worte (na ja, er hat sie auch nur übernommen und schlau weitergegeben…von wem? Keine Ahnung, jedenfalls kannte ich sie schon vorher. Ihm verdanke ich es nur, dass sie sich noch einmal in meinem Hirn manifestiert haben).

 

Ja. Schabis weitergegebene Worte: Love it, change it or quit it.

 

Liebe es, ändere es oder mach Schluss damit.

Anders geht´ s schon mal gar nicht.

 

 

ZUFRIEDENHEIT…

 

Lasst uns das Wort zerteilen:

 

Z wie Zeit

Nimm Dir Zeit.

Für Dich, für Freunde, für Spaß

 

 

U wie Unsinn

Wo wir wieder beim Spaß wären… mit Freunden…für die Du dir vorher Zeit genommen hast.

 

Schon mal jemand auf nem Lachseminar gewesen?

Und?

Hat´s glücklich gemacht?

Ich für meinen Teil habe eine Reportage darüber gesehen und habe Tränen gelacht… über die faden Teilnehmer.

Also: Ich hatte Spaß auch ohne Seminar.

Und überhaupt bringt „Unsinn machen“ eine Menge Spaß.

 

Du fühlst dich zu alt für Unsinn? Dann brauchst Du jetzt nicht weiterlesen… Chance schon vertan. Du wirst nie glücklich.

 

Kann mich an einen Jugendherbergsaufenthalt erinnern. Ich war in der Ausbildung und ob meines vorherigen 3 jährigen Ausflugs zur theologischen Fraktion für gewöhnlich immer die Älteste.

Ich weiß nicht mehr, um was es ging, aber wir Mädels hatten uns irgendwo festgefressen und gackerten Lachkrampf geschüttelt wie die Hühner.

Naserümpfen von links.

Eine Mit- Azubine höheren Lehrjahres hob ebenselbige und sagte vorwurfsvoll:

„Wie alt seid ihr eigentlich?“

Sie tat mir leid.

„Älter als du.“

Stieß ich keuchend hervor und wurde vom nächsten Lachkrampf durchgeschüttelt.

Sie zog ein aufmüpfiges Gesicht und gleichzeitig von dannen.

Und? War die glücklich? Wohl eher nicht. Sie tut mir immer noch leid. Bestimmt heute auch eine Lachseminar- Teilnehmerin.

 

Bitte eine kurze Gedenksekunde für sie.

Danke. Reicht.

 

Hierzu:

 

Samstagmorgen 4.00 Uhr, Auftaktveranstaltung beendet, DJ am einpacken, Personal am fegen.

 

Malte: Wir gehen noch in die Disko.

Vor der Disko:

Ordner: „Ihr kommt hier net rein. Wir machen gleich zu.“

Malte: „Was heißt hier „gleich“?“

Ordner: „Na in ein bis eineinhalb Stunden.“

Malte: „Na siehste, so lange kannst Du uns ja noch reinlassen.“

Ordner: „Nein. Lohnt sich nicht mehr.“

Benni: „Wieso? In einer Stunde bringen wir Euch noch 1000 EUR Umsatz.“

Ordner: „Haha.“

Malte: „Na was ist?“

Ordner: „Nein.“

Benni: „Echt, wir konsumieren auch noch…“

Ordner: Grummelgrummel

Malte: „Los! Alles raus mit den goldenen Kreditkarten und entern!“

Ordner: Aaaaahhhrrrrgggggg.

 

 

Samstagmorgen 9.00 Uhr, Frühstück:

 

Malte: „jkhdlsfsbcszfgb“

Benni: „dflgjhsgvbldhfbg“

Kollegin: „Guckt mal die da- weiße Hotpants und schwarze Strumpfhose…“ (auch Lästern kann Spaß bringen)

Andere Kollegin: „Und schwarze Stulpen mit…. nuttigen Stiefeln…“

Kollegin: „War für gestern Abend wohl zu gewagt…na dann hat sie´s halt zum Frühstück angezogen.“

Malte: „Und vorne ist noch rosa Glitzer dran…“

Benni: “dslfjldsafblgkasdv“

Malte: „Guck mal Benni, das ist doch die, der du gestern den ganzen Abend hinterherschlawenzelt bist!“

Benni: „fdslhslgbsl“ pruuuuuust! (der Morgen danach…)

 

Gelernt:

Benimm Dich nicht immer so alt wie Du bist, greif auch ab und zu einfach mal ne Runde ins Klo, nimm Dich selbst nicht so wichtig und vor allem nicht zu ernst, hab keine Angst, Dich eventuell mal hemmungslos zu blamieren und bereue nichts (na ja… solange kein anderer darunter leidet natürlich).

Vor allem aber: Lerne, über Dich selbst zu lachen, denn sonst kannst Du vorangegangenes schlichtweg nicht ertragen.

 

 

F wie Freiheit

„Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawai…“

Das Urlaubsthema hatten wir ja z.B. schon…

 

 

R wie Ruhe… oder rasant

Was immer Du für ein Typ bist, nimm´ s Dir einfach!

Wobei „rasant“ genau wie auch „Unsinn“ für gewöhnlich wiederum Spaß bringt. Ruhe weniger; aber das Leben kann ja nicht nur aus Spaß bestehen (nicht???)

 

…ich brauch beides.

Weg aus der Mittelmäßigkeit. Bei mir gibt´ s nur „von 0 auf 100“ und wieder zurück.

 

Gleich geh ich schlafen. Bin ein großer Schläfer. Mein Bett und ich pflegen eine innige Beziehung zueinander.

 

Rasant hatte ich gestern… und heute… und gerade auf der Bahn.

Der Weg war frei, die Wetterbedingungen optimal.

Ich habe Rosa auf 180 gebracht. Manchmal auch auf 190.

Der Mensch wär jetzt schon tot.

Rosa nicht.

In Rosa mit 180 ist fast wie fliegen.

Ich kann mich jetzt noch nicht von ihr trennen. Sch… auf die Abwrackprämie. Rosa soll doch mal in gute Hände kommen! Für all die schönen Momente, die sie mir beschert hat!

 

„Raser sterben früher!“ flog ein Plakat an mir vorbei.

Jaja. Und Raucher auch…. Dacht ich mir…

 

Ich rauche ja auch eigentlich nicht. Nur auf Partys. Und manchmal auf der Arbeit. Mittags. Aber nur eine.

 

Olli und ich haben dazu eine These aufgestellt,

 

Merke:

Wenn Du geistigen Stress hast, ist das auch körperlich ungesund. Wenn Dich aber eine Zigarette geistig entspannt, dann wirkt sich das positiv auf Deinen Körper aus und das wiederum kompensiert die Lungenverseuchung.

 

„..widewidewitt und drei macht zehne, ich mache mir die Welt widewide wie sie mir gefällt…“

 

Gelernt: das solltest Du auch tun! (Nein! Nicht das Rauchen! Das „…widewidewitt…“)

 

 

Wir haben jetzt noch IEDENHEIT

Das Wort ist einfach zu lang für eine Mail…

Hm. Schreit nach Fortsetzung… aber gibt es überhaupt so viele schlaue Tipps auf dem Weg zur Zufriedenheit?

 

Bianca- Wege zum Glück.

Miri- Wege zur Zufriedenheit.

 

Vielleicht schreib ich doch mal ein Buch… und geh dann auf „Ich hab ein Buch geschrieben wer will es kaufen“ Tour…

Oh nein!

 

Wir verkürzen schnell und enden mit:

 

T wie Tanzen

Ob Salsa, Samba oder unkontrolliertes Disko-Fox gezapple: Wer nicht tanzt hat was verpasst!

 

Also: Augen zu und Hüften schwingen!

Ihr werdet sehen: das ist der erste Schritt zum Glück!

 

Hab Euch lieb!

Eure Miri

 

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