Hello, hard working shop-people… sach ich da nur! Obama ist im Laden.
Aber jetzt erst einmal:
Miris versprochener Reisebericht:
Miri im Urlaub- unglaublich, aber wahr!
Und wie kommt man dahin? Na klar! Mit dem Flieger!
Das Miri hatte tatsächlich beinahe vergessen, wie toll das ist!
Ich möchte nicht sagen, dass Fliegen besser ist als Sex, aber Fliegen UND Sex…
…wär bestimmt nen Highlight.
Den Flug jedenfalls verbrachte ich neben zwei korpulenten Kaugummi kauenden Damen, die ich nicht recht gut kannte.
Langsam bereitete sich der Flieger auf die Landung vor.
Neben „Schinken oder Käse?“ konnten die netten Flugbegleiterinnen tatsächlich auch noch andere Sätze wie „Bitte schnallen sie sich an.“ oder „Bitte klappen sie ihr Tischchen hoch.“ Ach ja: „Kaffee oder Wasser?“ war auch noch im Angebot. Hatte ich gerade von Sätzen gesprochen? Nennen wir es…. Hm…. Worte.
Es begann zu holpern. Wir durchbrachen Wolken. Miri rutschte freudig erregt auf ihrem Sitz herum.
Von hinten drang eine Unterhaltung an mein Ohr:
„Jaja, wenn so´n Flieger abstürzt, dann geht das ja immer direkt durch die Presse. Daher denkt man auch immer, da passiert so viel…“ „Hm. Ja. Vielleicht ist es ja auch das Gefühl, keine Kontrolle zu haben. Ich mein… Busfahren und so, das ist ja schon was anderes; da könnte man zur Not rausspringen…“
Ich schaute nach rechts, danach nach links. Die beiden Damen kauten schneller und blickten angestrengt auf den Boden.
„Haha. Ja, wenn du hier springst, dann ist´ s eh vorbei.“
Die Linke schloss die Augen, die Rechte bedeckte Ihr Gesicht mit beiden Händen. Ich rutschte noch immer. Jedoch nicht mehr freudig erregt, sondern nun eher nervös. Wo sollte ich hin? Eingeklemmt zwischen zwei potenziellen sich Übergebenden begann ich, mich kleiner zu machen.
„Hm. Und wenn Du dann gelandet bist, dann ist´ s ja noch nicht vorbei. So wie bei dem Unglück damals, wo die Maschine irgendwo rein gefahren ist.“
Leichtes Würgen von rechts. Schnell das Gewicht nach links verlagern. Links tastete nach dem Papierbeutel.
Wir setzten auf.
Links lehnte sich zurück und atmete schwer. Rechts schluckte und blickte entsetzt aus dem Fenster.
Miri dachte: „Nur schnell weg hier! Du hast ja noch den Rückflug.“
20: 30 Uhr: Wir bestiegen den Bus. 21.30 Uhr. Wir erreichten den Club. 21.45 Uhr erschöpfte Nahrungsaufnahme. 22.00 Uhr Empfang. 22.30 Uhr „Sie haben das Haus ganz, ganz hinten, aber dafür auch das Zimmer ganz, ganz oben.“ Na toll. 22.40 Uhr: Unglaublich aber wahr: wir waren im Zimmer. 23.00 Uhr Treffen in der Bar. Miri ging´ s wieder gut! Schnell nen Caipi geschlürft und dann die Hüften geschwungen.
… und dann sah ich ihn:
groß und bärig bannte er sich seinen Weg durch die Menge.
„Puh! Sieht der operiert aus…“ dacht sich Miri.
„…und so braun…
… kommt mir irgendwie bekannt vor…
… aber woher? Ein Geistesblitz schoss durch mein Hirn und da summte Micha auch schon neben mir: „Costa ist für alle da… dumdidum.“
„Anita!“ sprudelte es aus mir heraus. Er war es!
Da stand er, 3 Meter entfernt und bestellte sich einen Coktail.
Irgendwie surreal…
Ich musste weg. Runter in die Disko. Da war´ s mir eh wohler.
So wohl, dass Miri gegen halb fünf in hohen Hacken mit den Übriggebliebenen gen Bett kroch.
Am nächsten Tag planschte ich ein wenig mit den Füßen im türkisfarbenen Wasser und hatte die ganze Zeit lang das Bedürfnis, mich zu entkleiden und einfach rein zu springen. Gut, dass ich mich unter Kontrolle hatte, denn sonst wäre ich vermutlich von einem Herzstillstand, ausgelöst durch einen Kälteschock, dahingerafft worden.
Wobei…
…vielleicht wäre dann ja ein attraktiver Rettungsschwimmer herbeigeeilt und hätte mich beatmet.
Verdammt!
Chance verpasst!
Nachdem ich mir in der nun kommenden Nacht den Fuß nicht nur sprichwörtlich, sondern auch körperlich blutig getanzt hatte, kroch ich im Folgenden auch tatsächlich und nicht nur sinnbildlich zurück zum Zimmer…
Guckediguuuuu…. Blut ist im Schuuuuuhhhh…
„ganz, ganz hinten- aber dafür auch ganz, ganz oben“ dröhnte es in meinem Kopf… ächtz. Und noch ne Stufe… und noch ne Treppe… noch schnell um diese Ecke und jetzt… jaaaa…die letzte Stufe, jetzt noch links rum und den Gang entlang….
Warum hatte ich mir keinen Mann gesucht, der mich getragen hätte?
Mist!
Zu emanzipiert! Oder eher zu stolz? Zu dumm?
Dunja erwartete mich, wie auch schon am Vormorgen, schlafend. Grummelnd drehte sie sich noch einmal um, als ich mich erschöpft aber glücklich in die Kissen fallen ließ…
Um noch einmal auf obrige These zurückzukommen:
Zu emanzipiert! Oder eher zu stolz? Zu dumm?
In Düsseldorf gelandet fragte mich der Gatte: „Soll ich dich in Dortmund abholen?“ „Musst du nicht. Ich nehm den Anschlusszug.“ tönte ich zurück.
Eine halbe Stunde später erschöpft im ICE sitzend jammerte ich: „Wie konnte ich ´nein´ sagen! Jetzt muss ich noch weiter Zug fahren! Ich bin total dumm. Bin ich dumm?“
„Du bist nicht dumm“ kam es von Thorben. „du bist ne Frau. Frauen sind so. Frauen können nie sagen, was sie gerade möchten.“
Gelernt:
„Zu emanzipiert! Oder eher zu stolz? Zu dumm?“
Nein. Einfach nur ne Frau…
Schließt das eine das andere aus?
Darüber denk ich später nach.
Die Frau wünscht Euch jetzt erst einmal ein schönes Wochenende!
Ich drück Euch!
Eure Miri