Hallo meine lieben Freunde des frühen Feierabends!
Vorwort:
In der Tat befinde ich mich bereits im Wochenende. Einfach mal um Punkt 13.h vor dem Chef gehen… und das Ganze ohne schlechtes Gewissen. Wie das geht? Man muss einfach einmal den Punkt totaler Genervtheit erreicht haben (in diesem Fall nicht vom Chef und nicht von den Kollegen möchte ich an dieser Stelle betonen!)- dann ist einem tatsächlich alles egal. Das Gefühl völliger Gleichgültigkeit- ein entspannendes Gefühl!
Hilfreich ist dabei natürlich, wenn man am Vortag bis rund 23:40 gearbeitet hat (gell Malte?), denn dann nickt der Chef auch noch freundlich dazu und wünscht ein schönes Wochenende.
Zur Sache:
Aufgrund einer 7stündigen enorm intellektuellen Bereicherung meinerseits durch Herrn Dr. Schmitz am vergangenen Samstag, ziehe ich heute ein weitaus bedeutenderes Thema dem ursprünglich avisierten „Bauer sucht Frau“ – Thema vor.
(na Freunde- war DAS ein Einleitungssatz?)
Und hier zu den harten Fakten:
80- 90 % aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen. Der Einfluss der Frauen auf Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wird deutlich zunehmen. Die Frauen sind bildungstechnisch auf dem Vormarsch. Dies führt zu einer höheren Erwerbsbeteiligung, sowie zu einer verstärkten Übernahme von Führungspositionen. Seit 2001 ist die Anzahl der Führungskräfte in der deutschen Finanzwirtschaft um 14,1% zurückgegangen. Die Zahl der weiblichen Führungskräfte jedoch stieg um 13,4%.
(noch wach?)
Weitere Änderungen die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf uns zukommen werden sind bekanntlich die allgemeine Bevölkerungsabnahme sowie ein hiermit einhergehender gravierender Anstieg des deutschen Durchschnittsalters. Dies wiederum hängt zusammen mit der abnehmenden Geburtenrate und diese wiederum mit der Tatsache, dass es zunehmend weniger klassische Familienstrukturen gibt. – Wobei wir wieder beim Anfang wären…
Warum? Das haben Malte und ich natürlich dank unseres gigantischen Intelligenzquotientens (wo haben wir den eigentlich her???) sofort durchschaut!
Die Frauen sind schuld!!! (besonders die Alice)
Mädels- wie war ´s denn früher?
Der weibliche Backfisch geht von der Volksschule in Mädchenschule. Hier lernt Frau alles, was den Mann glücklich macht: kochen, bügeln, waschen, putzen… In der Tanzschule macht sie erste Bekanntschaft mit dem starken Geschlecht. Sex vor der Ehe? Von wegen! Und wenn doch- such Dir schon mal das Brautkleid aus, Mädel! Damit es der Frau nach der Eheschließung nicht zu langweilig wird, werden auch sofort die ersten Abkömmlinge gezeugt – alle Freundinnen tun es ja genauso und man möchte doch dazugehören- gelle (das ist ja heute auch noch so…) Der Mann ist glücklich, weil das Essen auf dem Tisch steht, wenn er von der Arbeit kommt, seine genetischen Nachkömmlinge sich strahlend und gut erzogen um in versammeln und die Unterwäsche gebügelt im Schrank liegt. Wenn Frau dann noch gut gekleidet und hübsch aufgerüscht Schnittchen zur Männerrunde serviert ist die Welt in Ordnung.
Und die Frau?
Ihr werdet es nicht glauben- aber auch die ist glücklich. Sie hat ein Heim, Mann und Kinder lieben sie, das Haushaltsgeld reicht und sie lebt das gleiche zufriedene Leben wie ihre Freundinnen. Andere Männer? Kein Thema, sie lernt nur verheiratete kennen. Schlechter Sex? Weiß man ´s wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat? Sonstige Alternativen? Welche denn? Als Single-Frau bekommst Du ja noch nicht einmal eine Wohnung… (Das hat auch schon die Eva erkannt- Herrmann meine ich…)
Und jetzt?
Die Frau geht zur Schule. Danach vielleicht zu Gymnasium. Nach dem Gymnasium denkt sich Frau- wenn ich jetzt Kinder bekomme, habe ich gar nichts vorher gelernt. Also studiert Frau- oder macht eine Ausbildung und danach Zusatzfortbildungen (wozu hab ich denn sonst die 3 Jahre zusätzlich die Schulbank gedrückt?). Frau lebt eigenständig mit eigenem Geld in eigener Wohnung. Wenn Frau ehrgeizig ist, hat sie weitere Aufstiegschancen. Die Bestätigung tut ihr gut. Frau denkt sich: „Kinder? Aber jetzt läuft ´s doch grad so gut- wofür habe ich dann die ganz Zeit so hart gearbeitet? Mann? Notfalls geht ´s auch ohne. “ Und schwubs! sind wir bei unserem Bevölkerungsproblem angelangt…
Danke, Alice!
Die Lösung?
Der Hausmann!
„Schatz, bleib Du doch daheim, ich geh lieber weiter arbeiten…“ Männer! Wie wär’s? Kochen, putzen, waschen, Schnittchen für die Mädelsrunde…? Taschengeld vom Eheweib? Elternsprechtag in der Schule? Keksebacken im Kindergarten?
Und jetzt ihr, Mädels!
Wollt ihr das wirklich? Heim kommen, der Tisch ist gedeckt und der Gatte steht mit Babylatz und Schürze am Herd? Sonntags vielleicht! (na ja, ich will hier nicht pauschalisieren- Alice fänd´s bestimmt toll) Nun sind wir doch mal ehrlich, Mädels: Eigentlich wollen wir doch einen Mann zum aufschauen. Oder zumindest in Augenhöhe- gelle? Also geistig. – Körperlich wäre die Auswahl an Männern zu denen ich nicht aufschauen könnte ja dann auch deutlich begrenzt… (ich rede jetzt von der Körpergröße)
Da gibt es dann nur noch ein Problem: wollen WIR putzen, waschen, kochen und Schnittchen schmieren…(und diese dann auch noch aufgerüscht servieren)???
Und die Moral von der Geschicht´: Nimm Dir ne Putzfrau, ne Bügelhilfe, ein Kindermädchen und geh öfters mal essen!
An einem weiteren Problem kann man uns zumindest keine Schuld zuweisen: Dem allgemein stagnierenden Konsumverhalten! (Wobei…„80- 90% aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen“ – vielleicht dann doch? Wenn Männer ohnehin nur zu 10- 20% an dieser Quote beteiligt sind? Mädels! Was ist los mit Euch???)
Da ich jedenfalls während der letzten 2 Jahre der Konsumgüterindustrie nahezu vollkommen entsagt hatte (na ja- war eher ein Zeitproblem) bin ich nun wieder zurück!!! Bereit, die Weltwirtschaft zu retten!
Beginnen wir von vorne:
Am Donnerstag dieser Woche stand ein äußerst wichtiger Termin in meinem Kalender. Eine ganz hervorragende berufliche Abendveranstaltung (s.o.). Hierfür suchte ich noch den passenden Begleiter. Natürlich sollte er gut zu mir passen und auch meinen Ansprüchen gerecht werden. Elegant sollte er sein und Klasse musste er haben; sexy, aber dennoch nicht zu aufdringlich sein…
Ich brauchte einen neuen Anzug (na ja- oder eher ein neues Kostümchen).
Was wir ja alle mittler Weile gelernt haben: Jeder will nur Dein Bestes- nämlich Dein Geld. Was wir auch wissen: Ein Kaufmann ist ein Kaufmann weil er Dir etwas verkaufen will.
Nun gibt es –egal, in welchem Bereich wir uns bewegen- gute Verkäufer und schlechte Verkäufer.
Und hier zwei Beispiele:
Beispiel 1:
Sülzdorf, 13:20 Uhr, „Sinn und Leffers“:
Miri stöbert durch die Regale.
„Verdammte Axt, um 14.00 Uhr kommt dein nächster Kunde. Du brauchst ein schwarzes Kostüm (schwarz ist Pflichtfarbe). Trendfarben in diesem Winter scheinen grau und braun zu sein (braun gefällt mir auch eigentlich besser). Wo ist deine Größe??? Warum gibt es die Jacke nur in 38, den Rock aber in 34. Warum gibt es dort hinten den Rock nur in 40 und die Jacke in 34. Und warum unterscheiden sich beide Stoffe so sehr, dass man die 34er Größen nicht miteinander kombinieren kann???“ Da pirscht sich eine Verkäuferin an. Miri dreht sich in freundlicher Erwartung um. Und jetzt Achtung!!!:
Verkäuferin: „Sie gucken nur?“
Miri zu den Jacken und Röcken schauend: „Ähm ja… ich suche…!“ Miri dreht sich um, die Verkäuferin ist weg. Verschwunden. Hat sie sich aufgelöst???
Willig heute noch die Kaufentscheidung zu treffen geht Miri mit der 34er Jacke und dem 34er
Rock in die Umkleide. Nun ja- die Jacke sitzt ein wenig plump. Der Rock müsste auf jeden Fall gekürzt werden… Ein Blick auf das Preisschild: kein Schnäppchen- mittlere Preiskategorie… seuftz. Kaufen? …
Aber Chefe hatte mir ja noch den ganz hervorragenden Tipp gegeben, dass man bei „Mansfeld“ immer total tolle Sachen kaufen kann. Wäre halt nur etwas höherpreisig…
Nun gut. Ein Blick auf die Uhr: 13:30 Uhr. Da geht noch was! Gucken kostete ja noch nichts.
Und nun, Freunde, kommen wir zu Beispiel 2:
Sülzdorf, 13:40 Uhr, „Mansfeld“:
Miri betritt den Laden.
Verkäuferin: „Guten Tag, was genau suchen sie denn?“
Miri: „Ein schwarzes Kostüm.“
Verkäuferin: „Für einen bestimmten Anlass?“
Miri: „Ja für eine Veranstaltung.“
Verkäuferin: „Darf es etwas moderner aussehen?“
Miri: „Ja, unbedingt“
Verkäuferin: „Da haben wir doch schon etwas. Gehen Sie schon mal in die Umkleide, ich reich ´s Ihnen gleich rein.“
Miri: ???
Kostüm angezogen. Sitzt wie eine zweite Haut. Unglaublich- wo ist der Spiegel? Keiner da.
Miri kommt raus. „Wo ist der Spiegel?“
Verkäuferin: „Hier. Ah, den Rock machen wir ihnen kürzer. Geht auf ´s Haus. Italienische Länge? So können sie ihn zu jedem Anlass anziehen.“ Zupft sofort den Rock kürzer und rudert mit den Armen. „Herr Schmiiiiidt- kommen sie mal mit den Nadeln?“
Miri ??? (Aber sieht gut aus)
Verkäuferin: „Und die Jacke taillieren wir ihnen noch mehr- das können sie gut tragen. Herr Schmiiiiidt- hier bitte auch abstecken.“
Miri ??? (Aber sieht wirklich gut aus)
Verkäuferin: „Und die Ärmel passen wir ihnen auch noch an! Herr Schmiiiidt…“ Herr Schmidt steckt ab.
Miri ??? (Das wird teuer!!!)
Verkäuferin: „Zu wann brauchen sie es denn?“
Miri: „Zu Donnerstag.“
Verkäuferin: „Oh- das wird knapp… aber das bekommen wir schon irgendwie hin! Ich geb´s gleich sofort hoch zum ändern.“
Miri: „Wichtige Frage: Was wird ´s denn kosten?“
Verkäuferin wird blass… und nennt den Preis.
Miri wird blass… (das war klar) „Kann ich morgen diesbezüglich anrufen?“
Verkäuferin: „Lieber wär ´ s mir heute Abend. Mit den Änderungen wird es eh schon knapp.“
Miri „O. k.“ (Klar wär ´s dir lieber heute Abend!!!)
Verkäuferin tippt wild in den Rechner: „Wir können da noch ein wenig was am Preis machen.“
Miri denkt sich: Das wäre natürlich schon mal das Schmerzensgeld…
Sülzdorf, 16:40 Uhr, Superbank:
Miri denkt über das perfekt sitzende hochpreisige Kostümchen nach und über das Kompromiss- Kostümchen mittleren Preises.
So ein schwarzes Kostümchen- das braucht man doch eigentlich immer…
16:50 Uhr:
…und das kommt ja auch nie aus der Mode…
17:05 Uhr
…das kannst du auch in 10 Jahren noch anziehen…
17:06 Uhr
…vorausgesetzt du nimmst nicht noch mal 5 kg zu… aber das willst du ja auch gar nicht…
17:15 Uhr
Miri greift zum Hörer… und kauft… mit zitternder Stimme ein kleines schwarzes maßgeschneidertes Hugo Boss Kostüm, das soviel kostet, wie 1995 ihr erstes eigenes Auto…
(keine Angst, es war ein Fiat Panda. – Ein alter)
Irgendwann habe ich mal gelernt, dass eigentlich keiner von uns jemals in der Lage ist, eine Entscheidung völlig frei und unabhängig zu treffen, weil es immer irgendwelche Faktoren oder Fremdmeinungen gibt, die uns hierbei beeinflussen oder zuvor in eine Richtung geprägt haben (zum Schluss wird´s noch mal philosophisch):
Ich konnte nicht anders- ich musste es kaufen- und ich konnte noch nicht mal was dazu…
Noch eine kleine Anmerkung:
Was sagt eigentlich der Ehegatte zu Hugo?
„Na ja, du verdienst ja schließlich auch dein eigenes Geld…“
(DANKE ALICE! Und so schließt sich der Kreis…)
In diesem Sinne Euch allen ein wundertolles Wochenende!!!
Eure Miri
… und nächste Woche: „Bauer sucht Frau und Miri sucht Nahrung- vom Schwein am Spieß und Schwein in der Schale“